BuellsPort Guestfarm
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Archäologischer Rundweg 30. August 2013 Ihnen stehen zwei Wanderwege zur Verfügung: Ein kürzerer, leicht zu bewältigender Rundweg und eine Erweiterung des Rundweges für trittfeste Eroberer. Beide Wanderwege, sowohl der kurze als auch der lange, beginnen und enden am Farmhaus. Auf dieser Wanderung durchlaufen Sie wichtige Stationen im Leben eines Steinzeitmenschen. Unser direkter Vorfahre, bekanntermaßen homo sapiens sapiens genannt, war hier auf BuellsPort vor ca. 50.000 Jahren als…   

Archäologischer Rundweg

Ihnen stehen zwei Wanderwege zur Verfügung: Ein kürzerer, leicht zu bewältigender Rundweg und eine Erweiterung des Rundweges für trittfeste Eroberer.

Beide Wanderwege, sowohl der kurze als auch der lange, beginnen und enden am Farmhaus.

Auf dieser Wanderung durchlaufen Sie wichtige Stationen im Leben eines Steinzeitmenschen. Unser direkter Vorfahre, bekanntermaßen homo sapiens sapiens genannt, war hier auf BuellsPort vor ca. 50.000 Jahren als Jäger mit Pfeil und Bogen aktiv. Seine Waffen und Werkzeuge aus Stein belegen seine Anwesenheit noch heute in dieser Region. Eine Auswahl ist auf BüllsPort zu betrachten.

Mehr Informationen zur Archäologie auf BüllsPort und im Allgemeinen können Sie in einem gesonderten Heft auf der Farm nachschlagen.

Der Wanderweg

Man gelangt über das ebene Jagdrevier an die Flanke des Naukluft-Gebirges. Von hier aus hat man einen tollen Ausblick auf das umliegende flache Land und die Flussaue des Tsondab. Den Tierpfaden entlang des Gebirges folgend erreicht man den Bullenkopf-Berg.

Zum Schluss folgt man dem ebenen Pfad entlang des Tsondab und kehrt nach einem Ausflug in die Vergangenheit zur „neuzeitlichen“ Farm zurück.

Entscheidet man sich für den großen Rundweg, so umrundet man den Berg und besucht die sich dort befindenden, den Menschen der Steinzeit als Rastlager dienenden Felsüberhänge (Abris). Als Höhepunkt kann man zu einer steinzeitlichen Höhle, auf halber Höhe des Berges gelegen, emporsteigen und eine geräumige „zwei-Zimmer-Steinzeitwohnung mit schöner Aussicht“ erkunden.

Der Rückweg zur Farm führt zuletzt durch die faszinierende Flora und Fauna entlang des Tsondab-Flusses.

Kleiner Rundweg

Sie beginnen ihren Wanderweg gleich hinter dem Farmgebäude. Folgen Sie immer den gelben Markierungen, die ihnen den Weg weisen.

Man läuft zwischen Farmhaus und Pferdeställen nach rechts durch das erste Tor. Folgen Sie nun dem Schild und gehen wenige hundert Meter geradeaus, entlang der Straße. Man gelangt, linker Hand, an ein zweites Tor. Nun kann man über die Straße zum dritten Tor (schräg rechts, bergauf) laufen. Nach wenigen Metern führt der Weg rechts über einen kleinen Erdwall.

Punkt 1: Naukluft-Berge

Den Markierungen entlang des alten Fahrweges folgend erreicht man Punkt 1. Hier stellt sich Ihnen die einzigartige Formation der Berge in der Naukluft dar: Rechts und Links befinden sich hohe Gebirgszüge; in der Mitte liegt der kegelförmige Bullenkopf-Berg der schon vor vielen tausend Jahren den einzigen ebenen Durchlass durch das Gebirge markierte. Die Tiere waren gezwungen, diesen Engpass während ihrer Wanderungen Richtung Küste bzw. zurück Richtung Inland zu nutzen. Daran orientierten sich die nomadisch lebenden Menschen. Saisonal folgten sie dem Wild und profitierten an dieser Stelle von der ergiebigen Nahrungsquelle.

Punkt 2: Der Berghang

Im weiteren Verlauf gelangt man in der leicht ansteigenden Ebene zu Punkt 2. Ab hier sollte man mit dem Fernglas in Richtung der Berge blicken. Während manche Tiere über die flache Ebene zum Bullenkopf gelangen und schon früher gelangten, versuch(t)en andere Arten einen vermeintlich sichereren Weg entlang der Bergwand zu finden.

So kann man heute, geradeaus blickend, mit etwas Glück Gruppen von Kudus und Pavianen beobachten.

Punkt 3: Die Ebene

Jetzt geht es durch trockene Bachbetten hinüber zum Berghang und nach links auf Tierpfaden zu der Anhöhe von Punkt 3. Man bekommt einen Eindruck bezüglich der Weite des Einzugsgebietes der Tierherden. Von weit her strömten sie alle zu diesem einen Durchgang. Der grün bewachsene Streifen, („Galeriewald“ genannt) in der sonst öden Fläche markiert den Tsondab-Fluss, eine wichtige Wasserquelle früher wie heute. Manchmal lassen sich dort unter anderem Springböcke beobachten.

Punkt 4: Bullenkopf

Wenn man dem Pfad weiter folgt, erreicht man ein weiteres Plateau. Man sieht auf der rechten Seite den Bullenkopf-Berg. Die Engstelle liegt nun direkt vor einem und man hat man die Möglichkeit, sowohl das flache Land, als auch den schmalen Eingangsbereich des Durchgangs durch das Bergmassiv zu überblicken. Auf dieser Seite, oder auf der anderen Durchgangsseite des Bullenkopfs, boten sich gute Gelegenheiten zur Jagd.

Sie laufen danach den Wanderweg bergab, bis Sie auf den alten Farmweg treffen. Dort haben Sie nun die Wahl:

Entweder, Sie entscheiden sich für den kurzen Rundweg, so müssten Sie den Farmweg nach links folgen. Er führt Sie entlang des Tsondab geradewegs zurück zum Tor an der großen Straße. Von hier an laufen Sie die letzten Meter einfach so zurück, wie Sie anfangs gekommen sind.
Oder, Sie entscheiden sich für den großen Rundweg.

Großer Rundweg

Gehen Sie nach rechts. Folgen Sie weiterhin den gelben Markierungen, lassen sich aber bitte nicht von großen in die entgegengesetzte Richtung zeigende Pfeile verwirren. Diese gehören zu einem anderen Rundweg und wann immer Sie auf solche treffen, sind Sie auf dem richtigen Weg.

Punkt 5: Felsüberhänge (Abris)

Man folgt dem alten Farmweg ein ganzes Stück, dann geht es links über den Fluss. Man trifft nach weiteren Metern auf einen alten Außenposten und biegt dahinter links ab, bis man auf einen weiteren, ausgetrockneten Flussarm trifft. Diesen etwas bergauf gelaufen, erreicht man Punkt 5, die Felsvorsprünge.

Diese „Abris“ genannten Felsdächer gewährten den Jägern Unterschlupf und dienten als eine Art Raststation. Davon zeugen noch heute die vom Lagerfeuer verrußten Decken und die leider schon weitgehend aufgesammelten Steinartefakte. Hier wurde die Beute zerlegt und teilweise gegessen. Danach wurde die gewonnene Nahrung in die Wohnhöhle auf dem Berg transportiert.

Punkt 6: Steinzeithöhle

Sie wandern im Flussbett weiter und gelangen dann auf einen Pfad, der Sie zu der Ruine des alten Farmhauses führt. Dort biegen Sie links ab und erreichen nach wenigen Metern bergauf Punkt 6. Ab hier geht es aufwärts zur sehenswerten Höhle, die einen sicheren Ort bei jeder Witterung für die Menschen in der Steinzeit darstellte. Auch hier zeugen Artefakte von der Anwesenheit unserer Vorfahren. Die Decke ist ebenfalls verrußt und der hintere Teil ist heute nur schwer zugänglich. Vom Eingang aus genießt man einen tollen Ausblick.

Der Ausflug zur Höhle ist allerdings kein Rundweg. Sie müssen den Pfad nach dem Aufstieg wieder zu Punkt 6 zurücklaufen.

Jetzt geht’s bergab und links zur Vorderseite des Bullenkopfes. Wenn man am Zaun angelangt ist und das Tor passiert hat, folgt man einfach den gelben Markierungen (und den in die entgegengesetzte Richtung zeigenden Pfeilen). Der Weg führt zum Schluss direkt durch die Vegetation der Tsondab-Flussaue. Viele Tiere und Pflanzen lassen sich dort beobachten. So erreicht man dann nach einer Weile wieder die große Straße und gelangt nach einigen Metern auf der anderen Seite zurück zur Farm.

Daten & Fakten
Dauer: ca. 2,5 Stunden (4,5 Großer Rundweg)
Start & Ziel: auf BüllsPort am Farmhaus
Charakter: leicht
Aufstieg zur Höhle: schwierig
Ausrüstung: festes Schuhwerk, Hut, Sonnenschutz, ein Fernglas und ausreichend Wasser, ca. 2 Liter (3,5 Liter Großer Rundweg) pro Person
Höhepunkte: Buschmannhöhle, Fauna und Flora, schöne Ausblicke, viele Vögel und Paviane
Wanderkarte PDF
Wanderkarte Google-Earth
Wanderkarte GPX
BuellsPort - Anke 14. April 2014